Archiv des Monats “November 2014

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Freiheit vs. Kontrolle

von Stefan Goes

Aus unseren Gefühlen und Gedanken folgt unser Handeln. Dieses Handeln, ja oft sogar das Denken und Fühlen selbst, unterliegt dem Spannungsfeld aus Freiheit und Kontrolle:

Bild 2

Diese Spannung kann erstens in einem Menschen selbst zwischen Mitgliedern seines „inneren Teams“ ( Engelchen und Teufelchen, Hippie und Pastor) anliegen, zweitens zwischen einem Menschen und abstrakten Denkkonstrukten wie Werten, Ethik, Bräuchen, Regeln und Gesetzen oder drittens zwischen verschiedenen Menschen.
Diese Auseinandersetzung erfolgt vor dem Hintergrund dieser fünfgliedrigen Handlungsskala:

können – wollen – dürfen – sollen – müssen

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Die unabwendbare Art des Abweisens

von Stefan Goes

Häufig sagen wir, um einem Thema auszuweichen „Darüber könntest du mit N. sprechen.“ (konstruktiv) oder „Das ist nicht mein Thema.“ (sachlich) oder vielleicht sogar „Das interessiert mich nicht.“ (ehrlich aber unhöflich). Auf diese Ausweichmanöver sind unsere Gesprächspartner vorbereitet; es fällt ihnen meist etwas dazu ein: „Ich halte dich aber für die richtige Person.“, „Na, ich finde schon und zwar, weil …“ oder „Da bin ich aber erstaunt.“. Großartig finde ich deshalb diesen Satz, den in einer Folge von Lilyhammer Frank Tagliano alias Giovanni Hendriksen anbringt: „Sie verwechseln mich mit jemandem, den das interessiert.“ Die Verantwortung liegt vollkommen beim Gesprächspartner, dem Dummerchen! Wirksam wie eine Neutronenbombe. Deshalb leider nur selten anwendbar. Schade.

 

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Grade der Freiheit

von Stefan Goes

Menschen bewegen sich gewöhnlich in diesem Handlungsspektrum: können – wollen  – dürfen – sollen – müssen
Dieses Spektrum ist folgendermaßen definiert:

  • Das Können und das Wollen sind freie Handlungen
  • Das Dürfen unterliegt einer Erlaubnis, das Sollen einer Empfehlung durch gesellschaftliche, fremde oder eigene Werte oder Regeln
  • Das Müssen unterliegt einem Zwang durch gesellschaftliche, fremde oder eigene Werte oder Regeln

Wirklich freies Handeln liegt also nur im Wollen und Können vor.
Das Dürfen und Sollen ist bedingt frei, wenn die Erlaubnis oder die Empfehlung von mir selbst ausgeht.
Das Dürfen und Sollen sind eher unfreie Handlungen, wenn sie von anderen ausgehen.
Das Müssen seinerseits ist reiner Zwang, selbst, wenn ich ihn mir selbst antue.

Wenn also das Müssen und das Sollen die unfreiesten aller Handlungen sind, erstaunt es doch, dass so viele Menschen Sätze formulieren wie „Ich muss nachher noch…“, „Ich wollte eigentlich nicht aber ich hatte keine andere Wahl.“ Oder glauben, andere wirksam erreichen zu können, indem sie Dinge sagen wie „Vielleicht sollten Sie mal…“ oder „Sie müssen das doch verstehen.“